PHA4Pack

PHA-Biopolymere aus CO2 für Verpackungsmaterialien am Beispiel von medizinischen Einwegartikel und Spezialfolien.

DECHEMA e.V.

Jochen Michels

Jochen Michels

Administrator

Daten

Industriepark Höchst, Geb. B 835, 65926 Frankfurt

Über das Projekt

Das Projekt

Die Verpackungsindustrie ebenso wie die Medizintechnik ist auf neue Materialien und Rohstoffquellen angewiesen, um ihren enormen CO2-Fußabdruck und Bedarf an fossilen Ressourcen zu reduzieren. Ziel des Vorhabens PHA4Pack ist daher die Entwicklung eines neuen biobasierten und biologisch abbaubaren Verpackungsmaterials auf Basis von biogenen CO2-Emissionen und CO2-neutral hergestelltem H2 am Beispiel von medizinischen Einwegartikeln sowie Spezialverpackungen.



Im Rahmen des Projektvorhabens soll der Herstellungsprozess der Polyhydroxyalkanoate (PHA) signifikant verbessert sowie die Polymere anwendungsspezifisch weiterentwickelt werden, um geeignete Materialeigenschaften für die beabsichtigten Anwendungen zu erhalten.

Insbesondere soll die Mikrostruktur modifiziert werden, um das Leistungsfenster und die Funktionsfähigkeit zu erweitern und so die anspruchsvollen Anforderungen des Verpackungs- und Medizinproduktemarktes erfüllen zu können. Die Anwendbarkeit des entwickelten Rohstoffs in den fünf wichtigsten Kunststoffverarbeitungstechnologien (Spritzguss, Blasfolien, Folienextrusion, Folien-Tiefziehen und Profilextrusion) wird anhand von Prototypen erbracht. 

Zielsetzung & Durchführung

Ziel ist es, die entwickelten Formulierungen auf weitere Produkte auszurollen. Insbesondere der Verpackungsmarkt ist interessant, da die EU die Kompostierbarkeit bei einigen Verpackungssorten, z.B. Kaffeekapseln zur Pflicht machen wird. Da die Anforderungen an Reinheit und Qualität in der Medizintechnik höher sind als für Kosmetik und Lebensmittelkontakt, lassen sich die Kunststoffformulierungen ohne weitere Qualifizierung in den meisten Verpackungen sowie weiteren Kunststoffprodukten anwenden.



Begleitet wird das Forschungsprojekt durch eine detaillierte Prozessevaluierung. Diese umfasst eine technisch-ökonomische Analyse, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, ein Life Cycle Assessment sowie die Evaluation der Kompatibilität mit den Pariser Klimazielen. 

Projektpartner

Darmstadt, Germany

2021

BIOVOX GmbH

Eschborn, Germany

2019

CO2BioClean GmbH

Frankfurt, Germany

T.EN Zimmer GmbH

Nachrichten

Biobasierte Kunststoffe – neuartiges Folienmaterial aus dem Biokunststoff PLA

Flexible Einwegfolien wie Tragetaschen oder Müllsäcke werden hauptsächlich aus erdölbasiertem Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) hergestellt. Sie besitzen jedoch einen großen CO2-Fußabdruck und tragen zur Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle bei. Einem Team des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP ist es gelungen, ein flexibles und recycelbares Folienmaterial auf Basis des Biokunststoffs Polylactid (PLA) zu entwickeln und dessen Kommerzialisierung zu ermöglichen. Dafür werden die Forschenden mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2024 ausgezeichnet.

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